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Im letzten Teil unserer Artikelserie rund um den Lungenkrebsmonat November greifen wir ein Thema auf, das sich immer mehr ins Bewusstsein der Unternehmen drängt: die Auswirkungen der Arbeitsbedingungen auf die Gesundheit.

Als Gesundheits- und Umweltunternehmen, das seit über 20 Jahren mit Firmen jeglicher Branchen in den verschiedensten Ländern zusammenarbeitet, haben wir viele Einblicke in die unterschiedlichsten Arbeitsbedingungen gewinnen können.

Dabei fiel eines vermehrt auf: Es gibt zwei große Mythen, wenn Menschen im Allgemeinen an Lungenkrebs denken.
Der erste lautet: „Nur Raucher oder Menschen, die mit Rauchern leb(t)en, bekommen Lungenkrebs.“

Der zweite lautet: „Lungenkrebs bekommen doch nur Menschen, die in Kohleminen arbeiten. Mich betrifft das Thema nicht."

Mythos Nr. 1

„Nur Raucher oder Menschen, die mit Rauchern leb(t)en, bekommen Lungenkrebs.“

Da das Rauchen die Hauptursache für die Entstehung von Lungenkrebs ist, werden sekundäre Ursachen, wie z.B. die Arbeitsbedingungen, häufig als nebensächlich betrachtet oder gar komplett außer Acht gelassen. Doch zu Unrecht: Zwar sind etwa 75% der Lungenkrebsfälle weltweit auf den Tabakkonsum zurückzuführen, aber immerhin werden ca. 15% der Lungenkrebsfälle bei Männern und 5% bei Frauen durch berufliche Expositionen verursacht.

Übrigens: Studien zufolge erkranken unter Nichtrauchern Frauen häufiger an Lungenkrebs als Männer.

Mythos Nr. 2

„Lungenkrebs bekommen doch nur Menschen, die in Kohleminen arbeiten.Mich betrifft das Thema nicht.“

Es stimmt - die Arbeit in einer Kohlengrube ist nicht gerade bekannt für ihre gesunden Arbeitsbedingungen - doch es gibt noch sehr viele weitere Arbeitsbereiche, in denen Krebserkrankungen zum Berufsrisiko gehören.

"Es wird geschätzt, dass Krebserkrankungen am Arbeitsplatz weltweit die Hauptursache für arbeitsbedingte Todesfälle sind."

– Institution für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

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Gefährdete Berufe

Welche Berufe stellen bei der Entstehung von Lungenkrebs ein besonderes Risiko dar?

Obwohl jegliche Arbeit, bei der Menschen Chemikalien, Gase, radioaktive Substanzen und bestimmte Staubarten (organisch / anorganisch) einatmen, ein Risiko darstellt, haben wir im Folgenden nur einige gefährdete Branchen aufgeführt:

Fertigungs- und Produktionsindustrien - fossile Brennstoffe, Kohleprodukte, Benzol, Dieselmotorabgase, Asbest, Kieselsäure, Farben und Lösungsmittel

Bau und Lackierung - Asbest, Kieselsäure, Dieselmotorabgase, Kohleprodukte, Farben und Lösungsmittel oder Holzstaub usw.

In der Dienstleistungsbranche - Passivrauch, Lackdämpfe und Dieselmotorabgase

Pharmaunternehmen mischen / compoundieren von HD (gefährlichen Medikamenten) und / oder Chemikalien (Benzol / andere flüchtige organische Verbindungen)

Wer sind "Doll und Peto" und warum ist ihre Arbeit so wichtig?

In Sir Richard Dolls und Sir Richard Petos an der Universität Oxford veröffentlichter Studie aus dem Jahr 1981 wurde geschätzt, dass beruflich induzierte Krebserkrankungen etwa 3% aller Krebstodesfälle ausmachen.
Der Artikel wurde zu einem heute noch verwendeten Referenzstandard.

Der Anteil der als Berufskrankheiten anerkannten Krebserkrankungen zeigt in den letzten 20 Jahren eine steigende Tendenz; mehr als die Hälfte der durch Berufskrankheiten bedingten Todesfälle sind auf Krebserkrankungen zurückzuführen. Von diesen Krebserkrankungen wiederum handelt es sich bei 50% um Lungenkrebs. Die Zunahme der berufsbedingten Krebserkrankungen ist vor allem Folge einer früheren Exposition gegenüber Asbest und Radon.

Was, wenn ich in einem Bereich arbeite, in dem ein höheres Risiko für die Entwicklung einer Lungenerkrankung besteht?
Um Lungenkrebs zu verhindern, ist es wichtig, gefährliche Luftverunreinigungen zu vermeiden. Im Folgenden nennen wir drei wichtige Punkte, die Ihnen helfen, sich (und Ihre Mitarbeiter) vor dem Erwerb von Lungenerkrankungen wie Lungenkrebs zu schützen.

Evaluieren / Inspizieren:Die Kontamination durch Chemikalien am Arbeitsplatz sollte regelmäßig untersucht werden. Eine jährliche Gesundheitsüberwachung sollte durchgeführt werden, um die Wirksamkeit der Kontrollmaßnahmen am Arbeitsplatz zu bewerten und die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen.

Persönliche Schutzausrüstung: Masken, Handschuhe usw. können dazu beitragen, die Exposition von Chemikalien in bestimmten Arbeitsumgebungen zu verringern.

Ventilation/ Luftfiltration: Ein funktionierendes Belüftungssystem, das die Außenluft zuführt, sowie spezielle Luftfilterungssysteme, die die gesamte Innenraumluft reinigen, indem sie deren Verunreinigungen auffangen und gereinigte Luft in die Umgebung zurückführen - in den meisten Arbeitsumgebungen sind diese Vorkehrungen ein Muss. Die wichtigste Frage hierbei ist, welche Art von Filterung für den jeweiligen Arbeitsbereich erforderlich ist. Es gibt Luftfilter, die Partikel auffangen, solche, die bestimmte Gase auffangen, und einige, die beides tun.

Die Zukunft sieht rosiger aus

Das Thema saubere Luft ist, gerade in der letzten Zeit, immer wieder präsent. So haben Neuerungen und Verschärfungen in den gesetzlichen Vorschriften und Regulationen für Betriebe und Arbeitsumgebungen in den letzten Jahren stetig zugenommen. Die Vorteile, die es mit sich bringt, die Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten und zu schützen, sind kein Geheimnis - denn Ausfallzeiten und Unterbrechungen in den Prozessen bedeuten Geldeinbußen.

Mit uns bleiben Sie up to date! Weitere Informationen zum Thema Arbeitssicherheit finden Sie auf diesen Seiten:

NIOSH (Nationales Institut für nationale Sicherheit und Gesundheit)
CCOHS (Canadian Center for Occupation Health and Safety):
EU-OSHA (Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz):
USP (Pharmacopeial Convention der Vereinigten Staaten):

Sie möchten erfahren, welche Luftreinigungslösung oder welcher Nichtraucherschutz für Ihr Unternehmen geeignet ist? Hier gelangen Sie zu einem Experten von QleanAir Scandinavia aus Ihrer Nähe!

Zusätzliche Quellen
Hindawi - Fortschritte in der Präventivmedizin NCBI
NCBI - Artikel 2 IOSH
Oxford Academic